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DIGI@dvice bietet positive Perspektive auf die Digitalisierung

Der erste Event und Kick-off des BCC-Innovationsformats ging Ende Juli über die Bühne

Unternehmen können vom Einsatz neuer Technologien in unterschiedlichem Ausmaß profitieren. Der Stab "Digitale Innovationen" im BCC hat es sich zur Aufgabe gemacht, derlei Potenziale und neue Ideen zu identifizieren, ihre mögliche Eignung im ÖBB-Umfeld einzuschätzen und - im Rahmen der Veranstaltungsreihe DIGI@dvice - zu kommunizieren. Ende Juli beleuchtete das Team die Möglichkeiten des praktischen Einsatzes der HoloLens im ÖBB-Konzern.

Mixed Reality - Wenn physische und virtuelle Realität verschmelzen

Dieser Satz spiegelt genau das wieder, was durch die HoloLens möglich wird, nämlich unsere gegenwärtige mit der digitalen Welt zu vermischen. Die HoloLens ist die erste eigenständige und holographische Computer-"Brille", mit der Sie sich mit Ihren digitalen Inhalten beschäftigen und mit Hologrammen in der Welt um Sie herum interagieren können.

Was kann die HoloLens und was macht es so besonders?

Die HoloLens hat etwas Aufregendes, das jeden gleich beim ersten Mal fasziniert. Anders als in der virtuellen Realität kann man sich mit der Datenbrille ganz frei in der echten Welt bewegen und die virtuellen Anwendungen per Fingergesten oder Sprachassistenz steuern. Die Hologramme erscheinen nicht einfach nur auf dem transparenten Bildschirm, sondern passen sich an die Umgebung an. Das bedeutet, eine Tiefenkamera nimmt den Raum wahr und ist in der Lage, die Hologramme an jedem beliebigen Platz in einem Raum zu "pinnen". Dies können zum Beispiel Social Media Icons, Wetterinfos oder aber 3D-Modelle, die man während der Arbeit erstellt hat, sein.

So vermischt sich die Realität mit der digitalen Welt, was nahezu unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet - von der Kostenreduktion durch mehr Effizienz in vielfältigen Arbeitsprozessen (beispielsweise durch Unterstützung während einer Störungsbehebung) bis hin zum Einsatz zu Schulungszwecken.

Wie kann die HoloLens eingesetzt werden?

Die Nutzer können hierfür Programme (Apps) in das Sichtfeld projizieren lassen. Diese schweben dann an den gewünschten Stellen im Raum und lassen sich durch Sprache und Gesten skalieren, platzieren und verschieben.

In der HoloLens-Präsentation zeigte man auch prompt und sehr anschaulich, wie man sich die Einbettung der 3D-Inhalte vorstellen kann, sodass sie intuitiv zugänglich, aber auch von mehreren Nutzern interaktiv manipulierbar sind.

Einen solchen Use Case hat Manfred Stättner, Leiter TBF (Technische Betriebsführung) beim Geschäftsbereich Bahnsysteme, ÖBB Infra vorgestellt. Bei der Anwendung geht es im Wesentlichen darum, Reparaturen dezentral durch Einblendung holografischer Objekte zu unterstützen. Gezeigt wurde dies am Beispiel des Ausfalls eines Rechners (Switches) in der BFZ Wien sowie anhand einer 3D-Darstellung verschiedener Eisenbahnverkehrsnetze. Mittels visueller Livekommunikation kann eine Support-Zentrale so auf dem Bildschirm genau mitverfolgen, was der Fachmann mit seinem Werkzeug erledigen muss, um die Störung/das Problem schnellstmöglich zu beheben und via HoloLens weitere Instruktionen erteilen.